HSV empfängt den RSC Anderlecht im Achtelfinale
Quelle: IMG
33 Jahre nach seinem ersten Europapokal-Triumph trifft der Hamburger SV erneut auf den RSC Anderlecht. Doch der Gegner von einst, der jetzt im Achtelfinale der Europa-League erneut auf den HSV lauert, ist nicht zu unterschätzen.
Im Royal Sporting Club Anderlecht haben die Hamburger ein ähnliches Kaliber wie den PSV Eindhoven eine Runde zuvor erwischt. In der Jupiler League unangefochten an der Tabellenspitze mit zwölf Punkten Vorsprung vor dem FC Brügge, fegen die Königlichen ebenso frech und unbekümmert durch die Europa League. Zuletzt wurde Spaniens Tabellensiebter Athletic Bilbao mit 4:0 gedemütigt.
Van Nistelrooy drängt auf Einsatz
Da musste selbst HSV-Stürmer Ruud van Nistelrooy staunen, der sich mit Real Madrid so manches Mal die Zähne an Bilbao ausgebissen hatte. "Das kann Europa nur beeindrucken", meinte der Niederländer respektvoll und ergänzte: "Anderlecht war in den letzten Jahren in den europäischen Wettbewerben weg vom Fenster. Jetzt haben sie alten Glanz aufpoliert."
Van Nistelrooy will endlich mehr sein als nur Teilzeit-Arbeiter beim HSV. "Ich fühle mich gut", sagte der Torjäger. Co-Trainer Eddy Sözer stimmte zu. "Er ist immer ein Thema", meinte der Türke zu den Aussichten, den Niederländer in der Startelf zu sehen. Van Nistelrooy hat die Spielweise des Rivalen bereits analysiert: "Anderlecht verteidigt im Block und greift auch im Block an. Das ist im Fußball sehr schwierig. Wir sind also gewarnt."
Insider-Kenntnisse besitzt HSV-Abwehrspieler David Rozehnal, der zwei Jahre in Belgien für den FC Brügge spielte. Anderlecht nötigt dem Tschechen Respekt ab. "Sie sind ein großes Team in Belgien. Auch international gehören sie zum elitären Kreis", meinte Rozehnal.
Aufpassen auf Lukaku
Geradezu Wunderdinge werden über RSC-Stürmer Romelu Lukaku berichtet. Der 16 Jahre alte Belgier mit kongolesischer Abstammung ist mit seiner 1,90 Meter großen Zehnkämpfer-Statur ein Brecher. 16 Tore hat er bereits in Meisterschaft und Europa League in dieser Saison erzielt. Vereine aus England, Spanien und der Bundesliga sollen ein Auge auf den Wunderknaben geworfen haben. Sein Preis derzeit: zehn Millionen Euro.
"Was er in seinem Alter leistet - Hut ab!", lobte van Nistelrooy den als eines der größten Talente im europäischen Fußball gepriesenen Lukaku. "Er kann bei jedem Spiel den Unterschied machen." Das, allerdings, sagt man auch von van Nistelrooy.
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