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1. 45. 46. 90.
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Sonntag, 16.09.2012 - 19:23 Uhr

Überblick: FCB und BVB marschieren - Huszti krönt sich

BL

Trotz van der Vaart: HSV verliert erneut

Beim Comeback von van der Vaart bewies der HSV in Frankfurt aufsteigende Form und Moral, stand am Ende aber mit leeren Händen da und bleibt ebenso wie Hoffenheim, das in Freiburg verlor, eines der Sorgenkinder der Liga. Derweil marschieren die Bayern (vs. Mainz) und Dortmund (vs. Leverkusen) weiter. Hannover gewann ein rassiges Spiel gegen Bremen. Der Club bleibt ebenfalls auf der Erfolgswelle. Stuttgart mühte sich gegen Düsseldorf zu einem mühsamen Punkt.

Olivier Occean, Rafael van der Vaart und Stefan Aigner
Olivier Occean, Rafael van der Vaart und Stefan Aigner
Zoomansicht© picture alliance

Im Vorfeld der Partie zwischen Eintracht Frankfurt und dem Hamburger SV am Sonntagabend stand nur ein Mann im Mittelpunkt: HSV-Rückkehrer van der Vaart. Doch nicht der Niederländer, sondern die Eintracht bestimmte zunächst die Musik. Inui (13.) und Occean (18.) schossen die Hessen früh mit 2:0 in Front. Aufregung dann kurz vor dem Pausenpfiff: Zunächst verkürzte Westermann nach van-der-Vaart-Ecke auf 1:2 (45.), in der Nachspielzeit der ersten Hälfte musste Jiracek mit Rot runter. Als Aigner kurz nach dem Wechsel auf 3:1 erhöhte (52.), schien die Messe gelesen. Doch der HSV bewies in Unterzahl Moral, nach van-der Vaart-Vorlage sorgte Son in der 63. Minute für Spannung. Doch Keeper Trapp hielt gegen Diekmeier den Sieg fest (73.), der HSV muss erneut mit leeren Händen die Heimreise antreten.

Schwarzer Tag für Wiese

Eine Partie mit hohem Unterhaltungswert boten der SC Freiburg und 1899 Hoffenheim am Sonntagnachmittag. Was aber eindeutig der jeweiligen eigenen Fehlerquote geschuldet war. Besonders die Gäste aus dem Kraichgau zeigten sich nach dem desaströsen Saisonstart total verunsichert, selbst die frühe Führung durch Delpierre (2.) beruhigte nicht die Nerven. Noch vor der Pause durften Guedé (17.) und Kruse (27.) nahezu unbedrängt die Partie drehen. Nach dem Seitenwechsel wurde dann Wiese zur tragischen Figur: Der ehemalige Bremer erwischte einen rabenschwarzen Tag und patzte entscheidend. Da aber auch Freiburg die eine oder andere Nachlässigkeit zeigte, durfte auch die TSG noch zweimal ran. Am Ende hieß es 5:3 für Freiburg in einem mehr als turbulenten Spiel. Während das Streich-Team über den ersten Sieg jubelt, geht Hoffenheim inklusive Trainer Markus Babbel schweren Zeiten entgegen.

Draxler haut einen raus

Julian Draxler
Julian Draxler
© Getty Images

Am Samstagabend startete Neuling Fürth gegen Schalke 04 einen zweiten Anlauf zum ersten Heimsieg in der Bundesliga. Coach Mike Büskens und Asamoah trafen dabei auf ihre "alte Liebe", Leih-Stürmer Edu gab sein Debüt für die Mittelfranken ausgerechnet gegen den Klub, zu dem er am Jahresende zurückkehren wird. Rein sportlich gab es für die Fürther wenig Grund zur Freude. Die Gäste aus Gelsenkirchen dominierten die Partie, ohne dabei auch nur ansatzweise Glanz zu versprühen. Die Knappen, bei denen Afellay ein unauffälliges Startelf-Debüt feierte, ließen vor der Pause einige Chancen liegen, insbesondere Huntelaar zeigte nicht den bekannten Killerinstinkt. So entschied in einer zweiten Hälfte, die arm war an Höhepunkten, das erste echte Highlight: Draxler traf mit einem fulminanten Fernschuss exakt unter die Latte. Die Hausherren machten auf und kassierten in der Schlussphase nach einer schönen Kombination noch einen zweiten Gegentreffer.

Cacau kann Giefer nicht bezwingen

Einen Teilerfolg konnte der VfB Stuttgart am 3. Spieltag verzeichnen: Nach zwei Niederlagen, darunter das 1:6 in München, kamen die Schwaben gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf allerdings nicht über ein torloses Remis hinaus. Den Sieg hatte Cacau, der nach Ibisevics Roter Karte in vorderster Front ran durfte, auf dem Fuß. Der Angreifer scheiterte aber gleich mehrfach am glänzend aufgelegten Giefer. Der dürfte den Tag dennoch nicht in bester Erinnerung behalten: Kurz vor Schluss musste er nach einem Zusammenprall angeschlagen runter, auch Vertreter Almer blieb jedoch unbezwungen und die Fortuna damit weiter ohne Gegentreffer. Schon vor Giefer musste Stuttgarts Hoogland vom Platz, bei dem ein Bänderriss vermutet wird . Für ein Novum sorgte Fortuna-Kapitän Lambertz, der mit seinem ersten Bundesliga-Einsatz den Durchmarsch von der vierten in die erste Liga mit einem Verein perfekt machte.

Unbedrängter Hummels stellt die Weichen

Leichter als erwartet tat sich Borussia Dortmund beim Gastspiel von Bayer Leverkusen. Auf die Siegerstraße bogen die Schwarz-Gelben ein, als Hummels nach einer Ecke zu viele Freiheiten genoss. Schon nach Blaszczykowskis 2:0 war die Partie im Grunde entschieden, mit dem dritten Treffer - vom erst nach einer Stunde eingewechselten Reus per Freistoß vorbereitet - meldete sich dann Goalgetter Lewandowski zurück. Für die Gäste gab es bei den Westfalen nichts zu holen, auch das Bruderduell der Benders fiel aus: Während Leverkusens Lars als Kapitän auflief, schmorte Sven beim BVB 90 Minuten auf der Bank.

Bayern ohne "Robbery", aber schnell auf Temperatur

Die schnelle FCB-Führung: Mario Mandzukic muss das Leder nur noch über die Linie drücken.
Die schnelle FCB-Führung: Mario Mandzukic muss das Leder nur noch über die Linie drücken.
Zoomansicht© Getty Images

Dortmunds Rivale FC Bayern musste gegen Mainz wegen Muskelblessuren auf Robben und Ribery verzichten . Auch Javi Martinez musste erstmal auf der Bank Platz nehmen. Doch auch so legten die Münchner einen Blitzstart hin, Mandzukic traf schon in der zweiten Minute - der schnellste Treffer in dieser Spielzeit. Als Schweinsteiger bald nachlegte, schien schon alles klar, aber die Münchner schalteten zu früh ein paar Gänge zurück. Durch einen Strafstoß schöpften die Mainzer noch einmal Hoffnung, die aber auch dank der Einmischung des eingewechselten Martinez durch einen sehenswerten Kroos-Treffer zunichte gemacht wurde. Eine Bestmarke erreichte in der Endphase Pizarro: Mit seiner Einwechslung kam der Peruaner auf Bundesliga-Spiel Nummer 336 und ist nun gemeinsam mit Zé Roberto und Kobiashvili der Ausländer mit den meiesten Einsätzen in der deutschen Eliteklasse.

Kiyotake überragt de Jong und Xhaka

Hoch her ging es beim Aufeinandertreffen von Mönchengladbach und Nürnberg. Die Gäste führten schon mit 2:0, als die Favre-Elf durch die Premierentore der Neuzugänge de Jong und Xhaka zurückkam. Doch die Gäste hatten den entscheidenden Spieler dieses Tages auf ihrer Seite: Der Japaner Kiyotake hatte schon die ersten beiden Tore vorbereitet, als er unmittelbar nach dem Ausgleich nach einem Solo zur 3:2-Gästeführung einschoss. In den Schlussminuten sicherte dann der Pfosten, der bei einer tollen De-Jong-Aktion im Weg stand, den FCN-Erfolg.

Viel Licht und ein kleiner Schatten bei Huszti

Artistisch in der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer: Szabolcs Huszti flog für seinen anschließenden Jubel vom Platz.
Artistisch in der Nachspielzeit zum 3:2-Siegtreffer: Szabolcs Huszti flog für seinen anschließenden Jubel vom Platz.
Zoomansicht© Getty Images

Spektakuläres boten Hannover 96 und Werder Bremen den Zuschauern. Im Mittelpunkt erneut Huszti, der zuletzt im Niedersachsenduell gegen Wolfsburg mit vier Vorlagen für 96 geglänzt hatte. Gegen den SV Werder legte der Ungar nach: Ein toller Freistoß, eine perfekte Flanke, dann führte die Slomka-Elf mit 2:0. Doch Bremen steckte die Rückschläge weg. Nachdem zunächst ein Elfer den Anschluss gebracht hatte, gelang de Bruyne mit seinem ersten Treffer für die Bremer der Ausgleich. Werder hatte danach große Chancen, zweimal landete der Ball zur vermeintlichen Führung im Netz, zweimal fanden die Tore keine Anerkennung. Und so kam es, wie es kommen musste: Artistisch traf - natürlich - Huszti in der Nachspielzeit zum Sieg für 96. Für seinen Jubel bekam er dann noch doppelt Gelb - mit Gelb-Rot musste der Matchwinner vorzeitig vom Platz.

Kaum Chancen, keine Tore in Augsburg

Wolfsburgs Ricardo Rodriguez und der Augsburger Milan Petrzela (li.)
Wolfsburgs Ricardo Rodriguez und der Augsburger Milan Petrzela (li.)
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Bereits am Freitagabend ging es für den FC Augsburg darum, den ersten Zähler in der zweiten Bundesligasaison einzufahren. Auch ohne Keeper Jentzsch, der nach einer Finger-OP pausieren musste, kamen die bayrischen Schwaben gegen Wolfsburg zumindest zu einem 0:0. Den Zähler hielt Jentzsch-Vertreter Amsif im zweiten Durchgang fest, als er bei der bei weitem besten Tormöglichkeit des Spiels einen Kopfball von Kahlenberg abwehrte. Nach der peinlichen 0:4-Pleite gegen Hannover ließen auch die Wolfsburger kaum etwas zu, nur ein abgefälschter Bancé-Schuss sorgte einmal für etwas Aufregung. So blieb es beim leistungsgerechten torlosen Remis.


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