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Montag, 17.09.2012 - 16:30 Uhr

Gladbach: Lichtblicke Xhaka und de Jong

Borussia M'gladbachBL

Favre: "Diese Mannschaft ist in seriöser Gefahr"

Dass er nach den Millionen-Investitionen im Sommer in Euphorie verfallen wäre, kann Lucien Favre niemand vorwerfen. Nach dem 2:3 gegen Nürnberg musste sich Borussia Mönchengladbachs Trainer bestätigt fühlen: Die Niederlage hat Wirkung gezeigt - Favre warnt vor einer "extrem schweren Saison". Und doch gibt es auch neue Mutmacher.

Lucien Favre
Lucien Favre
Zoomansicht© Getty Images

Mit ernster Miene stellte sich Favre nach der ersten Punktspiel-Schlappe 2012/13 den Medienvertretern. "Das Spiel war ein Signal für mich", erklärte er unmissverständlich: "Wir haben eine extrem schwere Saison vor uns, das garantiere ich."

Dante weg, Neustädter weg, Reus weg - der Umbau würde kompliziert werden, hatte Favre schon in der Vorbereitung gebetsmühlenartig gemahnt. "Wir haben uns nicht verstärkt", betonte er gar, als sich am Borussia-Park angesichts der fast 30-Millionen-Euro-Investitionen Euphorie breitzumachen "drohte".

Nach dem Nürnberg-Spiel fühlte sich Favre bestätigt und kritisierte: "In Frankreich oder Spanien wäre unsere Situation ganz anders analysiert worden. Da würde es heißen, wenn man sein Rückgrat verliert: Diese Mannschaft ist in seriöser Gefahr." Was das genau heißt, ob Gladbach den Blick also sogar nach unten richten muss, konkretisierte Favre nicht. "Ich bestätige noch einmal: Es wird eine schwere Saison."

Sportdirektor Max Eberl sieht in Favres Ausführungen einen Weckruf. "Die Bundesliga ist kompliziert. Da muss man wach sein, in jedem Spiel, weil alle Mannschaften Qualität besitzen." Und wach war die Borussia zu Beginn des Nürnberg-Spiels sicherlich nicht. Obwohl sie um die Standardstärke der Gäste wussten, klingelte es zweimal nach ruhenden Bällen. Favre deutlich: "Man darf nicht zwei Gegentore bei Standardsituationen bekommen."

Vielleicht noch gravierender jedoch: Der Vorjahresvierte ließ nach dem furios erkämpften Ausgleich Cleverness vermissen. "Nach dem 2:2", monierte Favre, "muss man ruhig bleiben, den Ball zirkulieren lassen. Das ärgert mich. Ich hasse es, drei Gegentore zu bekommen." Unter Favre, seit Februar 2011 im Amt, passierte das zum ersten Mal. Im Ergebnis stand eine Niederlage, die Eberl nicht erstaunlich fand, war man doch "an allen fünf Toren beteiligt".

Xhakas belebender Wechsel

Unnötige Fehler, fehlende Geduld und ein Umbau, der andauert - was macht nach dem Rückschlag Hoffnung auf schnelle Besserung? Es sind ausgerechnet die Spieler, die das neue Rückgrat der "Fohlen" bilden sollen: Stürmer Luuk de Jong, der zwar zweimal im Pfostenpech war, aber auch - gefüttert vom ebenfalls starken Patrick Herrmann - sein erstes Tor im Borussen-Dress machte; und Granit Xhaka, der seinen besten Auftritt unter Favre hinlegte , als er nach einer halben Stunde in die offensive Mittelfeldrolle von Tolgay Cigerci wechselte und das Offensivspiel fortan druckvoll und ideenreich ankurbelte.

"Einige Sachen waren positiv, das ist auch klar", räumte am Ende selbst Favre ein. Pessimismus können die Gladbacher ohnehin nicht gebrauchen, am Donnerstag startet schließlich die Europa League mit dem Gastspiel bei AEL Limassol. "Keiner darf glauben, nur einen Prozent nachlassen zu dürfen", warnte Eberl schon mal. Eher dürfen es im Vergleich zu Samstag ein paar Prozent mehr sein.


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Ergebnisdienst

Freitag 24.05.2013 Halbzeit
20:30 VfL Osnabrück - Dynamo Dresden 1:0 (1:0)
Dienstag 28.05.2013 Halbzeit
20:30 Dynamo Dresden - VfL Osnabrück -:- (-:-)
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