Fürth: Kritik an den Top-Spielern
Büskens: "Manche spielen, als seien sie zufällig aufgestiegen"
Zwei Dinge waren für die Spieler, die Trainer und die Bosse der SpVgg Greuther Fürth vor der Saison klar. Erstens: Die Bundesliga wird eine schwere Kiste. Zweitens: Wir werden sie auf jeden Fall frech angehen - und mutig. Punkt 1 ist wie erwartet eingetreten: Diese Bundesliga ist sauschwer. Punkt 2 allerdings ist nicht eingetreten, und das ist für Mike Büskens und sein Team noch bitterer als die dritte Heimniederlage ohne Tor.
Der Meister der 2. Liga, begeisternd ins Oberhaus gestürmt, schockt sich gerade selbst. Ohne Mut hat er gespielt, ohne Selbstvertrauen, ohne eine Idee, wie es vielleicht doch was werden könnte gegen Düsseldorf. Fassungslos reagierte Büskens auf diesen Auftritt. "Es tut weh", sagte er, "ich dachte, die Zeit des Kleinmachens ist vorbei."
Im Duell der Aufsteiger aber waren keine Champions zu erkennen, und so scheute sich der Trainer nicht, die Dinge anzusprechen: "Es gibt keinen Grund, so passiv zu spielen. Wir sind teilweise viel zu lieb. Alle hatten den Traum, in der Bundesliga zu spielen. Jetzt muss sich jeder fragen, was er hier zeigen will." Am Mittwoch fragte Büskens jeden Spieler, wo es hakt. 90 Minuten dauerte die Besprechung. Und es fielen, so ist zu hören, klare Worte.
Wir hätten vorne Messi oder Ibrahimovic haben können, die hätten es auch nicht einfach gehabt.
Mike Büskens
Vor allem die Fürther Top-Spieler tun sich momentan außerordentlich schwer: Stephan Fürstner, ambitionierter Mittelfeldchef, hat noch kein Saisonspiel bestimmt. Sercan Sararer, Dribbler mit Starpotenzial, steht noch ohne Scorerpunkt da. Bernd Nehrig und Heinrich Schmidtgal, die Außenverteidiger, sind überfordert. "Leute, die in der 2. Liga überragend waren, spielen plötzlich so, als seien sie zufällig aufgestiegen", sagt Büskens verwundert.
Schutz von Büskens erhielt allein Neuzugang Edu, der bislang auch enttäuschte: "Wir hätten vorne Messi oder Ibrahimovic haben können, die hätten es auch nicht einfach gehabt. Weil der, der den Ball hatte, nicht unterstützt wurde. Den haben sie verhungern lassen." Die Fürther in der Identitätskrise. Frech wollten sie sein und mutig, jetzt sind sie verunsichert und irritiert. Kapitän Mergim Mavraj gibt zu: "Die 1. Liga ist wie ein schwerer Rucksack für uns. Da sind wir noch zu ängstlich. Und mutlos." Das muss sich ganz schnell ändern.
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Ergebnisdienst
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| Dienstag 28.05.2013 | Halbzeit | |||
| 20:30 | Dynamo Dresden - VfL Osnabrück | -:- | (-:-) | |
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