Überblick: 1860 punktet am Betzenberg - MSV am Boden
Pleite im Erzgebirge: Aue verschärft die Kölner Krise
Im Erzgebirge weht weiterhin Höhenluft. Erst der Pokalerfolg gegen Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Frankfurt (3:0) - und am Montag der nächste Streich gegen Absteiger 1. FC Köln. Die Geißböcke hatten eigentlich die frühe Führung auf dem Silbertablett serviert bekommen. Lehmann traf jedoch nach Fehler von Schlussmann Männel aus 25 Metern das leere Tor nicht (5.). Die Strafe folgte fast auf dem Fuß. Nur drei Minuten später war Müller nach kluger Vorarbeit des quirligen Sylvestr zur Stelle. Es blieb nicht das einzige Mal, dass Kölns Abwehr behäbig wirkte (der Gelb-Rot-gefährdete Pezzoni musste schon in der 33. Minute raus). Beim zweiten Treffer kurz nach der Pause sahen Maroh und McKenna nicht gut aus, Savran (55.) war der Nutznießer. Die Rheinländer waren zwar lange bemüht, hatten immer wieder hochkarätige Chancen (Bröker an die Latte, Clemens an die Torstange) und hätten in der 75. Minute einen Elfmeter wegen Handspiels bekommen müssen, doch es war einfach nicht der Tag des FC. Zum Schluss resignierte die Stanislawski-Elf, die schon zu Saisonbeginn knietief im Schlamassel steckt. Nach nur einem Pünktchen aus drei Spielen liegt Köln auf Rang 17.
Löwen lassen Chancenplus ungenutzt
Der 1. FC Kaiserslautern zeigte sich am Sonntag in der Abwehr klar formverbessert, fuhr das erste Zu-Null-Spiel ein. Allerdings stach diesmal die Offensive nicht, so dass am Ende ein leistungsgerechtes und torloses Remis gegen 1860 München stand. Es waren temporeiche und unterhaltsame erste 45 Minuten. Die Münchner waren leichtfüßiger, hatten ein Chancenplus, ließen ihre Chancen aber ungenutzt. Erst gegen Ende des Durchgangs meldete Kaiserslautern auch eigene Ansprüche an. Nach Wiederanpfiff gestaltete sich die Partie ausgeglichener, der FCK war sogar einen Tick zielstrebiger und kam vornehmlich durch Bunjaku zu Chancen. Doch Kiraly hielt seinen Kasten sauber und einen Punkt fest.
Aalens zweiter Auswärtssieg
Nach guter Angangsphase des VfL Bochum war der VfR im weiteren Verlauf das zielstrebigere und zweikampfstärkere Team. Bochums Angriffsbemühungen fehlte es an Inspiration und Präzision. Mit Vorteilen für den Aufsteiger aus Aalen ging der erste Durchgang einer insgesamt eher durchschnittlichen Partie ohne viele Höhepunkte zu Ende. Nach dem Seitenwechsel legte Bochum zunächst eine Schippe drauf, agierte aggressiver, schaltete schneller um und kam auch zu Chancen. Doch Aalen fing sich, bot dem VfL effektiv die Stirn. Schiedsrichter Schriever nahm ein Tor von Hübner nach Beratung mit seinem Assistenten wieder zurück, Torwart Luthe hatte die Hand bereits auf dem Ball, ehe Hübner die Kugel im Fünfmeterraum spielte. Und dann war es Neuzugang Kampl, der nach bösem Fauxpas der VfL-Abwehr regulär und spielentscheidend traf.
Kapllani macht den Unterschied
Auch im siebten Aufeinandertreffen in Liga zwei zwischen Ingolstadt und dem FSV Frankfurt konnte das Heimteam nicht gewinnen. Die Hessen entführten mit 2:0 die Punkte. Ingolstadt dominierte die erste Hälfte, ging aber trotzdem mit einem Rückstand in die Kabine. In einer insgesamt ereignisarmen ersten Hälfte machte Kapllanis Kopfballtor den Unterschied zugunsten der Hessen, die bereits nach einer guten halben Stunde den im Hüftbereich verletzten Leckie ersetzen mussten. In Durchgang zwei erhöhte Ingolstadt die Schlagzahl, setzte die auf eine sichere Defensive achtenden Hessen nun stärker unter Druck. Hochkarätige Chancen waren aber Mangelware, vor allem der finale Pass war nicht exakt genug. Und auf der anderen Seite war auf Kapllani Verlass, der den etwas hüftsteifen Biliskov alt aussehen ließ und einen Doppelpack schnürte.
Cottbus dominiert den FC St. Pauli
In der Lausitz schlugen Cottbus und der FC St. Pauli am Samstag sofort ein flottes Tempo ein, aber nur Cottbus kam zu großen Chancen. Erst schepperte es, als Adlung nur den Querbalken traf, auch seine zweite Chance ließ er liegen. Dann schaltetet sich der Hamburger Keeper Tschauner in die Cottbuser Offensivbemühungen ein. Nach einem völlig verunglückten Zuspiel des Torhüters am eigenen Strafraum schoss Stiepermann zur verdienten Führung ein (21.). Wenig später ließ sich Tschauner im Fünfmeterraum den Ball von Sanogo abluchsen. Doch der Ivorer umkurvte den Unglücksraben zwar noch, traf dann aber zum Entsetzen der Zuschauer nur das Außennetz. Egal, St. Pauli machte es den Lausitzern recht einfach. Banovic schlug nach dem Wechsel einen Haken am Strafraum, Boll und Kringe liefen ins Leere und per 20-Meter-Schuss zog Cottbus mit 2:0 davon, was zugleich der Endstand war.
Duisburg ist am Boden
Duisburg hatte sich für die Partie gegen Dresden viel vorgenommen, doch nach 90 Minuten blieb nichts als Ernüchterung: Nach drei Spielen bleiben die Zebras ohne Punkte am Tabellenende (2:9 Tore), was für Trainer Oliver Reck zugleich das Aus bedeutete. In Duisburg hatte Dynamo die Partie sofort im Griff und lag bereits nach vier Minuten durch einen Treffer von Neuzugang Ouali in Führung. Als mit Losilla ein weiterer Neuzugang auf 2:0 erhöhte (20.), war die Messe letztlich schon gelesen. Zudem knallten zu allem Überfluss auch noch Öztürk und Hoffmann zusammen. Beide konnten das Spiel nicht beenden. Die Dresdner waren Recks Team in der Folge überlegen. In der Defensive stand Dynamo meist sicher und spielerisch war die Mannschaft von Coach Ralf Loose einfach besser. Nach dem Wechsel nahm das Übel seinen Lauf. Selbst einen zweifelhaften Elfmeter brachten die Duisburger nicht im Netz unter. Dafür legte Poté zum 3:0 nach. Der Ehrentreffer von Exslager in der Nachspielzeit zeugte immerhin von einer intakten Moral - mehr nicht. Für Dresden war es der erste Sieg der neuen Saison.
Braunschweig bleibt spitze
Erster gegen Zweiter hieß es am Freitagabend in Braunschweig: Die Eintracht feierte am Ende gegen Paderborn ihren dritten Sieg im dritten Spiel und bleibt nach dem Traumstart die Nummer eins. Allerdings hatte die Lieberknecht-Elf ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Der SCP schenkte dem Primus nichts und durch Yilmaz auch das erste Pflichtspielgegentor ein. Erst im zweiten Durchgang übernahmen die Gelb-Blauen das Kommando und drehten binnen fünf Minuten das Spiel. In der Schlussphase kam es noch zum Bruderduell: Damir Vrancic durfte helfen, den Dreier gegen Paderborn mit seinem jüngeren Bruder Mario zu sichern.
Hertha bricht den Bann, Union nicht
Hertha BSC und Regensburg können ihre volle Konzentration nach dem jeweiligen Pokal-Aus auf das Unternehmen Wiederaufstieg bzw. Klassenerhalt richten. Und da haben die ambitionierten Berliner den größeren Schritt getan. In einer lange ereignisarmen Partie sorgte ein Doppelschlag der Hauptstädter vor der Pause für eine scheinbar beruhigende Führung. In Hälfte zwei drehte der Jahn auf, kam zum Anschluss und ließ die Hertha zittern. Am Ende stand für Berlin der erste Sieg, für die Oberpfälzer die zweite Niederlage.
Die kassierte auch Union Berlin. Die "Eisernen", die beim Auftritt in Sandhausen im Abwehrzentrum verletzungsbedingt mit Stuff und Menz neu besetzt waren, hatten zunächst mehr vom Spiel, durch Terodde auch die beste Chance, gingen aber mit 0:1 in die Pause. Der SVS legte durch Fießers erstes Zweitliga-Tor nach. Union ließ eine Antwort vermissen und bleibt bei einem Punkt stehen. Der Liga-Neuling dagegen ist weiter ungeschlagen (1/2/0).
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Ergebnisdienst
| Samstag 18.05.2013 | Halbzeit | |||
| 15:30 | Borussia Dortmund - 1899 Hoffenheim | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | Borussia M'gladbach - Bayern München | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | VfB Stuttgart - 1. FSV Mainz 05 | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | Hannover 96 - Fortuna Düsseldorf | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | 1. FC Nürnberg - Werder Bremen | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | SC Freiburg - FC Schalke 04 | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | FC Augsburg - SpVgg Greuther Fürth | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | Hamburger SV - Bayer 04 Leverkusen | -:- | (-:-) | |
| 15:30 | Eintracht Frankfurt - VfL Wolfsburg | -:- | (-:-) | |












































