Überblick: Braunschweigs Serie hält - Hertha siegt
Nur 0:0: Kölns Torfluch hält trotz Chancenflut
FC-Trainer Holger Stanislawski hatte sich für das Montagsspiel gegen seinen Ex-Klub St. Pauli einiges einfallen lassen. Die Rheinländer begannen mit fünf Änderungen in der Startelf, unter anderem mit dabei: die Neuzugänge Ujah und Bigalke. Vor allem letzterer machte gleich gehörig Dampf, doch Tschauner bewahrte die Hamburger in der Anfangsphase mehrmals vor einem frühen Gegentor. Die Norddeutschen befreiten sich nach einer Viertelstunde vom Dauerdruck, offensiv blieben sie aber bis zur Pause blass.
Erst in der 56. Minute setzte Bartels für die Hamburger, bei denen sich Boll kurz nach Wiederanpfiff verletzte, mit einem Schuss ans Außennetz ein erstes Ausrufezeichen. Ansonsten gab der FC weiter den Ton an. Warum die Kölner in dieser Saison erst einen Ligatreffer erzielt haben, wurde aber bei den meisten Abschlüssen ersichtlich. Chihi (53.) und Bröker (55., 62.) fehlte das nötige Zielwasser, Hector scheiterte mal wieder am starken Tschauner (75.). Dazwischen hatte Saglik die schmeichelhafte Führung auf dem Fuß, machte es aber auch nicht besser (73.). Die Kölner ballerten bis zum Schluss aus allen Rohren, doch es blieb wie verhext: Ujahs Kopfball (87., über das Tor) war die letzte von zahlreichen FC-Chancen. Die äußerst defensiv eingestellte Schubert-Elf entführte einen Punkt, Köln bleibt mit zwei Punkten aus fünf Spielen auf dem Relegationsplatz hängen.
Sonntag: Ramos bricht den Bann
Hertha BSC kommt in der zweiten Liga so langsam auf Betriebstemperatur und fuhr gegen Aufsteiger Aalen den dritten Sieg in Serie ein. Die Berliner waren gegen die Schwaben ohnehin klarer Favorit, aber besonders viel brachten die Hauptstädter zunächst nicht zu Wege, auch wenn sie vor rund 30.000 Zuschauern druckvoll begannen. Ein Schuss von Adrian Ramos war zu wenig. Eine umstrittene Szene in Aalens Strafraum in der Anfangsphase ließ der Schiedsrichter weiterlaufen. Der VfR war insgesamt aber einfach zu harmlos. Nach dem Wechsel schaltete Berlin einen Gang höher und Adrian Ramos löste seinen persönlichen Knoten. Nach 176 Tagen erzielte er wieder einen Pflichtspieltreffer. Wenige Minuten später sah man aber schon wieder den alten Ramos, als sein Schuss vom rechten Innenpfosten eben nicht den Weg ins Tor fand. Aalen hatte aber nicht die Mittel für eine Reaktion, sodass die Berliner den Sieg über die Zeit brachten. Ronny traf in der Nachspielzeit noch zum verdienten 2:0.
Azaouagh kennt kein Mitleid
Die Formkurve zeigt beim MSV Duisburg mit dem neuen Trainer Kosta Runjaic eindeutig nach oben und trotzdem bleibt es bei null Punkten. Der 1. FC Kaiserslautern hatte vor eigenem Publikum zwar mal wieder Anlaufschwierigkeiten. Der MSV startete dagegen stark in die Partie und hatte auch seine Chancen. Der 1. FCK brauchte einige Zeit, um sich auf die aggressive Spielweise der Gäste einzustellen, dann wurde es zu einem offenen Schlagabtausch. Kurz vor der Pause bewies Idrissou das richtige Auge, passte zielgenau auf Zuck. Alleine auf Wiedwald zulaufend, ließ sich der 22-Jährige seine Chance nicht nehmen und verwandelte cool. Aber Duisburg bot eine kämpferische Leistung und kam durch Domovchiyski zum verdienten Ausgleich. Auf der anderen Seite hatte Joker Azaouagh kein Mitleid und schoss die Zebras per Sonntagsschuss in die Herbstdepression.
Paderborn jubelt in Unterzahl
Aue kommt nicht von der Stelle, weil die Offensive den Namen nicht verdient hat. Paderborn entführte die Punkte mit zehn Mann gegen meist harmlose Gastgeber. Im Erzgebirge mussten die Zuschauer viel Geduld haben. Fußballerische Leckerbissen waren bis zur Pause keine Mangelware, sondern schlichtweg nicht existent. Die beiden Teams neutralisierten sich im Mittelfeld. Der erste Aufreger folgte nach dem Seitenwechsel, war aber von der unschönen Art. Demme brannte wohl eine Sicherung durch. Abseits des Spielgeschehens fuhr er gegen Hochscheidt den Ellbogen aus – Rot! Vorteil Aue? Nein. Durch einen herrlichen Volleyschuss ging Paderborn in Unterzahl in Führung. Der 19-Jährige Hofmann zeigte sich aus 25 Metern treffsicher. Eine Antwort blieb Aue schuldig.
Die Eintracht-Serie hält dank Kruppke
Eintracht Braunschweig zieht an der Spitze der Zweiten Liga weiter seine Kreise. Am Samstag gewannen die "Löwen" nach Anlaufschwierigkeiten auch gegen Liganeuling Jahn Regensburg. Die Oberpfälzer ließen vor der Pause kaum etwas zu, obwohl mit Neuzugang Kamavuaka ein Mittelfeldmann in der Abwehrzentrale aushelfen musste. Gästeschlussmann Hofmann parierte einmal gegen Theuerkauf stark - viel mehr war zunächst nicht. Nach der Pause half dann eine Ecke, nachdem kurz zuvor Kratz per Freistoß an der Latte gescheitert war: Routinier Kruppke nickte in der 67. Minute ein. Die Vorentscheidung verpasste der 32-Jährige wenig später im "Eins-gegen-eins" gegen Hofmann (70.). Doch hinten hielt Keeper Davari (13. Zu-Null-Spiele bei 34 Zweitligaeinsätzen) seinen Kasten sauber und sicherte den fünften Braunschweiger Dreier im fünften Spiel.
Im Hardtwaldstadion standen sich Jahns Mitaufsteiger SV Sandhausen und Dynamo Dresden gegenüber. Der SVS begann trotz der Neuzugänge Onuegbu (bislang Greuther Fürth) und Wooten (1. FC Kaiserslautern) mit Altbewährtem im Sturm: Kapitän Löning dankte es Trainer Gerd Dais mit einer Kopfballbogenlampe über Kirsten hinweg zum 1:0 (32.). Es war der sechste Treffer Lönings gegen Dynamo im fünften Duell. Doch nach der Pause glichen die Sachsen aus - Falkenberg verfehlte beim Klärungsversuch den Ball, Losilla überwand Ischdonat. Beide Mannschaften verharren im Tabellenmittelfeld.
Viele Chancen, keine Tore
Am Ende von 90 Minuten stand am Freitagabend in der Statistik ein 0:0. Doch die Partie zwischen dem VfL Bochum und 1860 München hatte sehr viel mehr zu bieten. Der VfL Bochum kam gegen 1860 München richtig gut in die Partie. Gleich in der Anfangsphase hatte das Team von Andreas Bergmann gute Gelegenheiten. Rzatkowski, Dedic, Iashvili ließen aber beste Möglichkeiten ungenutzt. Aber so gut es vorne klappte, so nachlässig war man teils hinten, denn auch die Löwen hatten ihre Chancen: Völlig freistehend köpfte beispielsweise Lauth knapp vorbei. Aber insgesamt war der VfL in einer temporeichen Partie bis zur Pause die bessere Mannschaft. Die Partie nahm auch danach keine Auszeit, weiterhin gab es hochkarätige Chancen, doch das Zielwasser hatten beide Trainer in der Vorbereitung auf die Partie offenbar vergessen - es blieb beim torlosen Remis.
Sanogo beendet dramatische Schlussphase
In Cottbus stand die vermeintliche Spitzenpartie zwischen Energie und dem FSV Frankfurt an, doch erst die Schlussphase hielt Wort. Zunächst ließ Sanogo mit einem Pfostenschuss früh aufhorchen. Allerdings war das Niveau in der Folge doch eher mäßig. Nach rund einer halben Stunde hatten sich die Gäste gefunden und Yelen gab per Fernschuss seine Visitenkarte ab. Kurz vor der Pause hatte Görlitz viel Zeit und Raum, den er zur Führung nutzte. Doch die Lausitz jubelte gleich nach Wiederanpfiff. Am Ende einer schönen Kombination, die im Mittelfeld mit Sanogo begann, stand Kruska, der den Ausgleich erzielte. Dann wurde es dramatisch: Zunächst erzielte Heubach die überraschende Führung für den FSV kurz vor Schluss. Doch Sanogo hielt mit seinem fünften Treffer im fünften Spiel dagegen. Am Ende teilten sich die beiden Teams die Punkte und bleiben beide ohne Niederlage.
Schäffler stürzt Union in die Krise
Union Berlin hatte sich für die Partie in Ingolstadt viel vorgenommen. Coach Uwe Neuhaus wollte elf Mann mit "Mut und Mumm" und doch lag man im Sportpark nach einer Ecke schnell zurück. Mijatovic fuhr bei seinem Kopfballtreffer allerdings seinen Ellbogen aus, was vom Schiedsrichter nicht bemerkt wurde. Trotzdem blieb alles gerecht. Denn Unions Ausgleichstreffer kurz vor der Pause ging eine Abseitsstellung voraus. Danach gab es nur noch Magerkost und trotzdem fand sich noch ein Sieger. Zunächst scheiterte Schäffler noch per Kopf. In der Nachspielzeit klingelte es dann aber doch noch. Das 2:1 war Ingolstadts zweiter Saisonsieg und stürzt die Berliner in die Krise. Nach fünf Spieltagen haben die Eisernen einen mageren Punkt auf dem Konto.
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Ergebnisdienst
| Freitag 24.05.2013 | Halbzeit | |||
| 20:30 | VfL Osnabrück - Dynamo Dresden | -:- | (-:-) | |
| Dienstag 28.05.2013 | Halbzeit | |||
| 20:30 | Dynamo Dresden - VfL Osnabrück | -:- | (-:-) | |
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