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Donnerstag, 27.09.2012 - 22:12 Uhr

7. Spieltag: Zebras knicken ein, Hertha bleibt dran

Rote Teufel gewinnen auch in Bochum

Mit einem verdienten FCK-Erfolg in Bochum ging der 7. Spieltag zu Ende. Braunschweig hat nach einem mühsamen Sieg gegen Duisburg die Tabellenführung von Cottbus zurückerobert. Hertha bleibt nach dem Erfolg gegen Dresden oben dran, 1860 hat das Derby in Ingolstadt gewonnen. Aue steckt nach dem Remis gegen Union im Keller. Köln feierte gegen den FSV den ersten Saisonsieg, Aalen sorgte in Hamburg für eine Trainerentlassung.

Mit Wucht zur FCK-Führung: Konstantinos Fortounis.
Mit Wucht zur FCK-Führung: Konstantinos Fortounis.
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Die Partie zwischen dem VfL Bochum und dem 1. FC Kaiserslautern schloss den 7. Spieltag am Donnerstagabend ab. Die Bochumer - erstmals mit Ortega in der Startformation - gerieten Mitte der ersten Hälfte etwas unter Druck und mussten prompt den Rückstand hinnehmen. Mit Elan kam die Bergmann-Elf aus der Pause, doch der Schuss ging nach hinten los. Idrissou, der in Abwesenheit von Bunjaku (Entzündung in der Kniekehle) und Baumjohann (Innenbandzerrung im Knie) mit Micanski einen neuen Nebenmann hatte, stand goldrichtig und markierte aus Nahdistanz das 2:0. Eine Vorentscheidung in Bochum, wo es kurz vor Schluss doch noch mal hätte spannend werden können. Tasaka nahm ein Geschenk der FCK-Defensive dankend an und erzielte den Anschlusstreffer, doch in den letzten Minuten konnte der VfL die Gäste nicht mehr in Bedrängnis bringen. Lautern brachte den 2:1-Erfolg souverän über die Zeit, feierte den dritten Sieg im dritten Auswärtsspiel und schob sich auf den dritten Rang vor.

Hertha klettert, in Dresden wird die Luft dünner

Sandro Wagner (Mitte) und Romain Bregerie
Sandro Wagner (Mitte) und Romain Bregerie
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Nach einem holprigen Saisonstart scheint sich die Hertha allmählich an das raue Klima in der 2. Liga gewöhnt zu haben. Nicht zuletzt ein Verdienst von Ronny, der, fit wie nie, bereits vier Treffer erzielte. In der Anfangsphase der Partie akm Mittwoch gegen Dresden stand er wieder direkt im Mittelpunkt. Eine Freistoßhereingabe des Brasilianers köpfte Bregerie ins eigene Tor. Nur ein Zufallsprodukt? Keineswegs. Die Hertha dominierte die erste Hälfte, hatte zahlreiche gute Möglichkeiten zu erhöhen, während von Dynamo nichts zu sehen war. Das war's. Es passierte kaum mehr etwas im Olympiastadion. Die Berliner klettern in der Tabelle auf den vierten Platz und sind jetzt punktgleich mit dem Überraschungsteam aus Frankfurt. Nach der vierten Niederlage wird die Luft in Dresden hingegen allmählich dünn.

Den Zebras geht die Luft aus

Obwohl die Rollen im Duell zwischen Braunschweig (Erster) und Duisburg (Letzter) vor dem Spieltag klar verteilt waren, sah es auf dem Platz ganz anders aus. Der MSV, zuletzt schon mit ansteigender Form aber ohne Glück, hatte in der Anfangsphase sogar die Chance zur Führung. Ansonsten prägten viele Zweikämpfe die durchschnittliche Partie. Nach dem Wechsel wuchs die Unruhe an der Hamburger Straße und erste Pfiffe waren zu hören. Duisburg verteidigte weiter gut und das Spiel der Eintracht war viel zu statisch, um Lücken zu reißen. Und dann passierte es doch. Ein Stellungsfehler und die ganze Arbeit der Duisburger war dahin. Nach einer Hereingabe orientierten sich gleich vier Spieler zum kurzen Pfosten, doch dahinter stand noch Pfitzner, der zur Führung einschob. Danach knickten die Zebras völlig ein und gingen noch mit 0:3 unter. Während die Braunschweiger damit Spitzenreiter bleiben, verliert Duisburg mit einem Punkt allmählich den Anschluss.

1860 rückt die Tabelle zurecht

Im Derby zwischen Ingolstadt und 1860 München hatten die Gäste den besseren Start und gingen nach einem schönen Spielzug durch einen Treffer von Stoppelkamp in Führung. Die Löwen waren dem FCI spielerisch überlegen, aber trotzdem wollte zunächst nicht mehr herausspringen. Das machte aber nichts, weil die Elf von Tomas Oral einfach zu harmlos und nicht zwingend war. Die Entscheidung in der Partie war dann sehr sehenswert. Nach einer Standardsituation bekam Vallori die Kugel, die er erst gefühlvoll annahm und dann mit nicht weniger Gefühl über Keeper Özcan ins Tor lupfte. Durch den Dreier sind die Verhältnisse aus Münchner Sicht nun wieder geradegerückt. Ingolstadt muss den großen Nachbarn in der Tabelle passieren lassen.

Schönheim springt für Aue ein

Was hatte man sich in Aue nach dem schlechtesten Saisonstart der Geschichte nicht alles vorgenommen und dann war nach wenigen Minuten schon wieder alles über den Haufen geworfen: Freistoß Mattuschka, Kopfball Terodde, Tor. Dem Berliner Spiel war die Führung allerdings nicht zuträglich, man überließ das Mittelfeld weitestgehend Aue, doch die wussten nichts damit anzufangen, sodass es mit der knappen Gästeführung in die Kabinen ging. Die Partie blieb auch in den zweiten 45 Minuten auf bescheidenem Niveau, aber immerhin hatten die Veilchen ein paar Chancen. Paulus testete beispielweise Haas, der auf der Linie rettete. Aber das Tor musste dann ein Berliner machen. Schönheim rutschte eine Flanke von Könnecke zum Ausgleich an seinem Keeper vorbei ins Netz. Trotz des Punktgewinns rutscht Aue hingegen auf einen Abstiegsplatz.

Der Jahn belohnt sich

Sehr gemächlich ging es am Dienstagabend ab 17.30 Uhr in den Spieltag. Es wollten zunächst einfach keine Tore fallen. Die größte Chance hatte nach rund einer halben Stunde auf den vier Plätzen der SV Sandhausen in der Partie gegen Jahn Regensburg. Ein Schuss von Blacha landete aber nur am Pfosten, den Nachschuss von Fießer parierte Hofmann glänzend. Genau der Keeper, der am Wochenende nach seinem kapitalen Patzer in der Partie gegen Cottbus (0:1) sich selbst noch in Frage gestellt hatte. Doch Momente später war er machtlos, als Pischorn nach einer Freistoßhereingabe mit einem wuchtigen Kopfball für die Führung sorgte. Doch Müller schlug noch vor dem Wechsel für den Jahn zurück und beendete damit eine 347 Minuten lange währende Torflaute der Oberpfälzer. In der Folge hatten die Regensburger gute Chancen und Wießmeier belohnte sein Team mit dem späten 2:1 und damit dem zweiten Sieg. Kein guter Tag für Sandhausen, das Schauerte bereits in der Anfangsphase nach einem Zusammenprall mit Müller mit Verdacht auf Kreuzbandriss verlor.

Tobias Strobl
Tobias Strobl
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Strobl löst den Knoten beim FC

"Mit ihm werden wir mehr Stabilität haben", hoffte Coach Holger Stanislawski und stellte Lehmann nach überstandenden Achillessehnenproblemen im defensiven Mittelfeld gegen den FSV Frankfurt auf. Und der FC war das bessere Team, ein regulärer Treffer wurde aberkannt, aber dennoch ging es mal wieder ohne Tor in die Kabine. Doch dann platzte der Knoten und Strobl erzielte das erste Kölner Saisontor aus dem Spiel heraus. Und weil der Knoten mal gelöst war, legte Joker Chihi nach und erlöste eine ganze Stadt. Der Frankfurter Anschlusstreffer durch Verhoek kam zu spät (90.). Nach sechs Anläufen war es der erste Kölner Sieg und der war bitter nötig, um sich im Tabellenkeller mit nunmehr fünf Punkten etwas Luft zu verschaffen. Dagegen war es für die Hessen die erste Saisonniederlage. Und Lehmann? Stanislawski war mit ihm zufrieden, zweifelt aber, ob er genug Puste hat, um am Freitag in Regensburg wieder durchzuspielen.

Aalen überrascht auch in Hamburg

Obwohl Aalen zuletzt beim 2:0 gegen Aue noch erfolgreich war, nahm Trainer Ralph Hasenhüttl vor dem Auftritt beim FC St. Pauli insgesamt fünf Veränderungen in seinem Team vor. Ansonsten passierte in Hamburg erstmal herzlich wenig, einzig das Wetter sorgte mit schauerartigem Regen für Gesprächsstoff. Erst kurz vor der Halbzeitpause sahen die Zuschauer den ersten Aufreger. Nach einem Eckball brachte Hübner den Aufsteiger von der Ostalb überraschend in Führung – es war die erste Chance. Die Hamburger blieben die Antwort schuldig, im Gegenteil hatten die Schwaben sogar die Möglichkeit zu erhöhen. Es reichte trotzdem gegen die zu harmlosen Kiezkicker zum vierten Saisonsieg auch wenn es in der Schlussphase nochmal hektisch wurde. Erst verschoss Aalen einen Strafstoß, dann vergaben die Hausherren den Konter im Anschluss.

Stiepermann schlenzt Cottbus zum Sieg

In der Partie zwischen Cottbus und Paderborn fehlten lange Zeit die richtigen Torchancen. Erst nach dem Wechsel wurde die Intensität erhöht. Und wenn es um Zählbares geht, fällt in der Lausitz der Name Sanogo, so auch diesmal. Nach fünf Toren aus seinen bisherigen fünf Einsätzen begnügte er sich diesmal mit einer sehenswerten Vorarbeit, die Farina zur Führung veredelte. Den zwischenzeitlichen Ausgleich durch Hofmann machte Stiepermann mit einem herrlichen Schlenzer wieder wett. Für die Cottbuser war es bereits der fünfte Sieg und sie bleiben am Spitzenreiter aus Braunschweig dran.


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