St. Pauli: Neuer Trainer offiziell vorgestellt
Frontzeck: "Wieder Boden unter die Füße bekommen"
Am Millerntor tritt Frontzeck die Nachfolge des vor zehn Tagen entlassenen André Schubert hat. Die mit Aufstiegsambitionen in die Saison gestarteten Hamburger finden sich nach fünf sieglosen Auftritten in Serie und nur sieben Punkten aus neun Partien derzeit nahe der Abstiegszone wieder. "Wir müssen jetzt bis zum Dezember schauen, dass wir wieder in die Spur kommen", sagte Frontzeck bei seiner Vorstellung. Am Vormittag hatte er erstmals Kontakt zu seiner neuen Mannschaft gehabt.
Die Entscheidung für St. Pauli sei ihm nicht schwer gefallen, gab der 19-malige Nationalspieler, der einen Vertrag bis 30. Juni 2014 erhält, zu Protokoll: "Jeder, der Fußball gespielt hat, der Fußball mag, mag auch St. Pauli", meinte Frontzeck: "Die nahezu englische Atmosphäre im Stadion, die Fans, die wie eine Wand hinter der Mannschaft stehen. Das ist etwas Besonderes. Der Verein strahlt Außergewöhnliches aus."
Klubpräsident Stefan Orth, dessen Wunschkandidat Marco Kurz abgesagt hatte, glaubt, den richtigen Trainer gefunden zu haben. "Der Weg wird schwierig. Darüber sind wir uns im Klaren. Aber Michael ist ein Cheftrainer, der Teamgeist, Menschlichkeit und Durchsetzungsvermögen verkörpert. Daher freue ich mich, dass wir ihn für unseren Klub gewinnen konnten."
Zuletzt hatte Frontzeck Borussia Mönchengladbach trainiert, seine dritte Bundesliga-Station nach Alemannia Aachen und Arminia Bielefeld. Beim VfL musste er im Februar 2011 seinen Hut nehmen - ausgerechnet nach einem 1:3 auf St. Pauli. Dort heuert er nun nach anderthalb Jahren ohne Verein an: "Ich habe mir die Zeit genommen, das Richtige auszuwählen. Der FC St. Pauli ist mir immer positiv durch große Geschlossenheit aufgefallen. Das ist eine gute Voraussetzung, um erfolgreich zu arbeiten."
Erstes Training am Montag - Trio Meggle/Schultz/Hain bleibt dabei
Das Training wird Frontzeck erstmals am Montag um 15 Uhr leiten. Das 2:2 gegen den 1. FC Union Berlin am Freitagabend verfolgte er bewusst nicht im Stadion. "Auch wenn die Situation in keinem Fall zu verniedlichen ist, habe ich gegen Union eine Mannschaft gesehen, die mir sehr gut gefallen hat", lobte er sein neues Team: "Wie die Jungs nach dem 0:1 zurückgekommen sind, spricht für sie. Das ist auch der Ansatz für die nächsten Wochen."
Das Trio Thomas Meggle, Timo Schultz und Mathias Hain, das St. Pauli beim 0:3 in Regensburg und beim 2:2 gegen Union übergangsweise betreut hatte, wird unter Frontzeck weiter im Assistenzbereich tätig sein. Ausführliche Gespräche habe es bereits gegeben: "Ich vertraue den Leuten, die hier schon lange im Verein tätig sein. Ich habe meine Co-Trainer nicht nur, damit sie mir die Hütchen aufstellen. Sie werden voll eingebunden. Nur als Team können wir etwas erreichen."
Die Länderspielpause kommt Frontzeck wohl ganz gelegen. So hat er rund zwei Wochen Zeit, um seine Schützlinge auf das Auswärtsspiel in Paderborn am 21. Oktober (13.30 Uhr) einzustellen. Kommende Woche stehen Testspiele gegen die SpVgg Greuther Fürth und Viktoria Wien an.
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Ergebnisdienst
| Freitag 24.05.2013 | Halbzeit | |||
| 20:30 | VfL Osnabrück - Dynamo Dresden | 1:0 | (1:0) | |
| Dienstag 28.05.2013 | Halbzeit | |||
| 20:30 | Dynamo Dresden - VfL Osnabrück | -:- | (-:-) | |
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