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1. 45. 46. 90.
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Sonntag, 28.10.2012 - 15:24 Uhr

Überblick: Spektakel in Köln - Cottbus macht Boden gut

0:2 gedreht: St. Pauli setzt ein klares Zeichen

St. Pauli bewies beim Heimdebüt von Michael Frontzeck gegen Dresden Moral - 3:2 nach 0:2. Paderborn gelang dank Nakis Traumtor bei Union ein Coup, Frankfurt gewann trotz langer Unterzahl gegen Regensburg. Das Highlight am Samstag sollte die Partie zwischen Primus Braunschweig und dem Zweiten Hertha werden. Das Remis riss aber nicht jeden vom Sitz. Aue sorgte gegen Bochum für den Paukenschlag: 6:1! Schlusslicht Duisburg siegte in Sandhausen. Mit einem dramatischen Duell zwischen Köln und Lautern ging es am Freitag los.

Daniel Ginczek (li.) besorgte das 3:2 für St. Pauli.
Daniel Ginczek (li.) besorgte das 3:2 für St. Pauli.
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Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Michael Frontzeck bei seiner Heimpremiere auf St. Pauli am Sonntag. Den Hamburgern war die Verunsicherung im Prestigeduell gegen Dresden nach sechs Spielen ohne Sieg zunächst deutlich anzumerken. Ouali ließ Kalla bei einem Spurt weit hinter sich und markierte die Führung für die Sachsen (18.), der Treffer von Poté (28.) deckte weitere Defensivlücken auf. Dass St. Pauli kurz vor der Pause doch noch Motivation tanken durfte, war Kapitän Boll zu verdanken, der per Drehschuss zum 1:2 traf. Ein "Wirkungstreffer": Die Norddeutschen benötigten nach Wiederanpfiff ganze zehn Minuten, um die Partie endgültig zu drehen. Avevor nach einer Standardsituation (49.) und Ginczek (55.) nach sehenswertem Pass von Boll setzten die überrumpelten Dresdner matt. Die Hamburger klettern damit auf Rang 13 vor.

An der Alten Försterei hatte Union Besuch aus Paderborn - und in der ersten Hälfte auch die besseren Chancen. Der auf vier Positionen veränderte SCP zeigte jedoch ebenfalls eine engagierte Leistung, so dass das torlose Remis zur Pause in Ordnung ging. In der zweiten Hälfte kamen die Eisernen über Ecken zu weiteren Chancen, Stohdiek kratzte das Leder aber nach einem Kohlmann-Schuss noch von der Linie (58.). Der Treffer fiel schließlich auf der anderen Seite und erhielt das Prädikat "genial": Naki hob das Leder aus zwölf Metern über den verdutzten Keeper Haas hinweg, während er sich um 360 Grad drehte (75.). Den zuletzt so heimstarken Berlinern (drei Siege in Serie) gelang der Ausgleich nicht mehr, obwohl man ihnen das Bemühen nicht absprechen konnte.

Frankfurt siegt, obwohl Schlicke fliegt

Wie auch auf dem Platz lag Licht und Schatten auf der ersten Hälfte der Frankfurter, die sich mit Jahn Regensburg messen mussten. Zunächst war der am langen Pfosten sträflich alleingelassene Leckie für die Hessen erfolgreich - und die Frankfurter vier Minuten später nur noch zu zehnt (Tätlichkeit von Schlicke an Kotzke). Der Jahn blieb dennoch ungefährlich und kassierte in der 56. Minute sogar das 0:2. Görlitz war nach einem langen Pass in die Spitze einen Tick früher am Ball als Keeper Hofmann und schloss technisch gekonnt ab. Erst in der 84. Minute brachte Regensburg das Leder dann ebenfalls hinter die Linie, Sembolo war mit dem Kopf zur Stelle. Der Treffer kam jedoch zu spät für den erhofften Ausgleich, vielmehr machte Bambara kurz vor Schluss alles klar - 3:1. Damit klopfen die Frankfurter nach dem fünften Saisonsieg zaghaft oben an.

Kein Sieger im Topduell - Aue furios gegen Bochum

Auer Jubel: König ballt nach seinem ersten Treffer gegen Bochum die Faust.
Auer Jubel: König ballt nach seinem ersten Treffer gegen Bochum die Faust.
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Vor ausverkauftem Haus trennten sich Eintracht Braunschweig und Hertha BSC am Samstag im Topspiel zwischen Spitzenreiter und Tabellenzweitem insgesamt gerecht 1:1. Die Berliner kamen nach einem Rückstand zurück, ergatterten verdientermaßen einen Punkt und sind nun seit neun Partien ohne Niederlage. Braunschweig ist weiter ungeschlagen Tabellenerster.

Spielerisch ließ die erste Hälfte im Topduell viel zu wünschen übrig. Braunschweig ließ Hertha offensiv nicht zur Geltung kommen und bestach selbst mit hoher Effizienz: Kruppke traf aus der Distanz. Nach Wiederanpfiff attackierten die Berliner früher, präsentierten sich mutiger, bissen sich lange an der sattelfesten Eintracht-Defensive aber die Zähne aus. Als die Hertha eine Viertelstunde vor Schluss die Schlagzahl nochmals erhöhte, wurde die "Alte Dame" mit dem Ausgleichstreffer von Ramos belohnt. Die Luhukay-Elf war am Ende dem Siegtreffer näher als der Klassenprimus.

Erzgebirge Aue setzt den Aufwärtstrend fort. Nach dem 3:1 gegen Regensburg sowie dem ersten Auswärtszähler (1:1 bei 1860) überfuhr die Elf von Trainer Karsten Baumann den VfL Bochum und verstärkte mit dem 6:1-Kantersieg gleichzeitig dessen formidable Krise. Der VfL ergatterte nur magere drei Zähler aus den letzten sieben Spielen. Die Kritik an Trainer Andreas Bergmann wird nach diesem Desaster nicht weniger werden. VfL-Sportvorstand Jens Todt stellte sich aber hinter Bergmann. "Er leistet gute Arbeit und erreicht die Mannschaft", sagte Todt gegenüber Sky und erklärte, dass der Coach auch im DFB-Pokalspiel am Dienstag beim TSV Havelse auf der VfL-Bank Platz nehmen werde.

Bochum hätte auf schwer bespielbarem, rutschigem und schneebedecktem Boden früh in Front gehen können, doch Dedic scheiterte mit einem Strafstoß am Pfosten (5.). Kurz darauf aber brach es gewaltig über den VfL herein. Drei Auer Treffer in vier Minuten ließen das Erzgebirge beben. Bei Hochscheidts 3:0 (10.) verletzte der Auer zudem VfL-Torhüter Luthe, der früh mit einer tiefen Risswunde vom Feld musste. Nach dem Seitenwechsel legte Aue nach und fuhr mit dem VfL Schlitten. Für die Treffer vier und fünf brauchte der FC Erzgebirge nur drei Minuten. Paulus machte nach einer knappen Stunde das halbe Dutzend voll. Mit einem Eigentor sorgte er kurz vor dem Ende für Ergebniskosmetik.

Zweiter Auswärtssieg für Schlusslicht Duisburg

Tabellenschlusslicht MSV Duisburg gelang in Sandhausen ein Befreiungsschlag und der zweite Auswärtssieg in Folge. Die Zebras setzten sich im Hardtwaldstadion mit 2:0 durch und feierten ihren Doppeltorschützen Brandy. Nach knapp 30 ereignislosen Minuten nahm das umkämpfte Spiel etwas Fahrt auf. Der MSV zeigte sich bei einer der wenigen Chancen gegen den harmlosen SVS kaltblütiger und lag so zur Pause knapp in Front. Nach dem Wechsel investierte der SVS zunächst etwas mehr, Duisburg lauerte. Die Runjaic-Elf war aber das reifere, abgeklärtere Team und erhöhte prompt nach einer Stunde.

Spekakel versprochen, Versprechen gehalten: 3:3 in Köln

Idrissou gegen Kölns Maroh
Idrissou gegen Kölns Maroh
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"Ein interessantes Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten", hatte Holger Stanislawski vom Duell seiner Kölner gegen Kaiserslautern erwartet - und er sollte absolut Recht behalten. Die "Geißböcke" und die "Roten Teufel", die ohne Torjäger und Kapitän Bunjaku auskommen mussten, suchten den Weg nach vorne und schenkten sich bis zur letzten Sekunde nichts. Baumjohanns Distanz-Heber zum 0:1 drehte Köln noch vor der Pause. Der FCK war in Durchgang zwei gefordert und hatte zweimal durch Idrissou eine Antwort parat. Erst zum 2:2, dann glich der FCK-Stürmer mit Saisontor Nummer sieben auch Royers 3:2 kurz vor dem Ende aus. Lautern bleibt ungeschlagen und vorne dabei, die Stanislawski-Elf steckt im Mittelfeld fest.

Verfolgerduelle gehen an Cottbus und Ingolstadt

Vor dem Spiel waren sie Tabellennachbarn, nach dem 2:0-Erfolg hat Ingolstadt nach intensiven 90 Minuten Aufsteiger Aalen etwas distanziert. Die Zuschauer sahen viel Stückwerk, hart geführte Zweikämpfe und gut organisierte Abwehrreihen. Am Ende entschied ein genau getimter Kopfball von Groß - sein erstes Tor für den FCI - letztlich die Partie, in der die Oral-Elf in letzter Minute noch nachlegte. Für den VfR war es das dritte Spiel in Folge ohne Sieg, die Schanzer dagegen klopfen nach vier ungeschlagenen Begegnungen (2/2/0) oben an.

Durchgesetzt: Cottbus-Torschütze Ivica Banovic (M.) gegen Löwe Daniel Bierofka.
Durchgesetzt: Cottbus-Torschütze Ivica Banovic (M.) gegen Löwe Daniel Bierofka.
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Viermal blieb Energie (18 Punkte) gegen 1860 (17) zuletzt ohne Tor, holte sich neben einem Remis ansonsten teils deftige Pleiten ab. Nun ist die schwarze Serie gerissen. Die ambitionierten Münchner zeigten sich vor allem in den ersten 45 Minuten viel zu harmlos, überließen Energie - angetrieben vom zuletzt rotgesperrten Adlung - das Feld und lagen folgerichtig durch ein Tor von Routinier Banovic zurück. Es war das Treffer des Abends, denn die Löwen meldeten sich bis zum Ende nicht wirklich zurück.


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Ergebnisdienst

Freitag 24.05.2013 Halbzeit
20:30 VfL Osnabrück - Dynamo Dresden -:- (-:-)
Dienstag 28.05.2013 Halbzeit
20:30 Dynamo Dresden - VfL Osnabrück -:- (-:-)
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